Es ist noch da.Hat mich wieder eingeholt.

Ich habs ein paar Tage verdrängen können. Ich hab mich in den Hausputz gestürzt und dabei alles vergessen. Radikal bin ich vorgegangen und habe viel weg. Doch die obligatorischen Haufen zum Verschenken oder Weggeben gibt es immer noch. Und zweie haben sich heute auch darüber gefreut,über die verschenkten Sachen.

Trotzdem, wenn man alle Dinge auf das Eine reduziert was in einem bohrt, dann kann der Tag schön sein wie er will und man kann sich ablenken. Doch, es holt dich wieder ein. Spätestens dann, wenn einer von den Zweien wieder auftaucht. Mein Vater stand vorhin in der Tür. Stand ist gut. Denn mit fast 70Jahren arbeitet er unermüdlich auf dem Bau als selbstständiger Trockenbauer. Er war fix und fertig. Man merkte richtig wie er Kraft sammelte um mehr zu reden wie er eigentlich brauchte. Er wollte sich  was borgen und fragte damach, eine Schlagschere. Ich gab sie ihm und fragte nicht danach, wofür sie ist.Ich weiss es auch so. Für ihren Nebenjob.Der ja soooo lukrativ ist. Und verhindert, dass er einen selbstständigen Schritt ohne sie macht!Ohne sie, meine Mutter. Und die lässt ihn arbeiten. Ohne Ende. Weil er hat ja was gut zu machen. Er hat sie mal betrogen! Und das muss er bis zum Lebensende verbüßen! Das heisst, sie kann nicht verzeihen. So ist es passiert, dass eine starke Frau umgefallen ist.Und als sie wieder aufgestanden ist, hat sie begonnen sich fest zu machen um nicht daran kaputt zu gehen. Weil sie hat ihn behalten Ist jetzt zu kompliziert, das zu erklähren, es gab da mehrere Gründe warum.Doch sie wollte sich vor ihm keine Blöse geben. Wollte immer die Bestimmerin spielen und ihnspüren lassen, was er ihr angetan hat. Und er hat sichs auch noch einreden lassen! Es ist wirklich wie in einem schlechten Film. So klar. Für mich.

Und jetzt hat sie sich so verändert, dass sie nichts mehr geben möchte,über die Menschen drüber geht, immer nur von sich erzählt, gar nicht bemerkt, wie mirs und auch Anderen geht. Ganz andere Interessen hat, nur noch vom Geld redet und was man alles machen muss um zu welchem zu kommen.Früher hat sie wenigstens dafür noch ein Herz gehabt und ist über gewisse Grenzen nicht gegangen, hat Achtung gehabt und wusste immer wie man gut und nicht anstössig durchs Leben kommt. Wie gesagt, Säulen.

Doch wenn ich dann ihn wieder sehe, der Mann welcher mein Vater ist, dem ich mal so nah war, der jetzt petzen geht, wenn ich zu ihm sage, was ich nicht in Ordnung finde, der Mann der, seit er 15 ist ,schwer arbeitet, sein ganzes Leben und jetzt immer noch, der schon immer nix entschieden hat und einen Fehler in seinem Leben gemacht hat(wenn es überhaupt einer war ), der jetzt Vollzeit schwer arbeitet, den Haushalt schmeisst( denn es muss ja Abendbrot fertig sein,wenn sie kommt und Ordnung!),der seine Buchhaltung jetzt noch nebenbei selber aufarbeitet nach der Arbeit,der noch einkaufen geht, zwei Ersatzhüftgelenke hat, einen Nervenschaden im Rücken und der auch abends dann vorm Fernseher nicht einschlafen darf! Wo gibts denn sowas! Er steht aber eher auf, arbeitet härter, verkraftet das vielleicht auch schlechter und macht noch 1000Dinge zu Hause ausser seine Buchhaltung und Rechnungen. Und dann muss er noch ihren Nebenjob mitmachen.Wie gesagt, dass er immer unter Beobachtung steht und netmal schlafen kann. Ausruhn?Ne, bei uns klingelt früh der Wecker, auch sonntags....sinnlos....

Doch es tut weh, ihn so zu sehn. Man sagt, dass er ja selbst entscheiden kann, er alt genug ist um zu wissen was er will. Doch wie kommt man denn da raus, eigentlich nicht. Und so hat er sich dem hingegeben und ich weiss nicht, wo das noch hinführn soll. Ich hoffe, dass er diese Leistung noch so lange aushält und sein Körper vor allen Dingen, wie es sein muss. Doch ein Unglück wäre es, wenn er einfach mal umfällt. Für ihn sicher nicht, er wäre dann erlöst. Doch für die Mutter Oberin, die würde das gar nicht kapieren , dass sie nur genutzt hat.Mit mir wollte sie das auch machen.Mich für ihre Zwecke nutzen und mir einreden, dass alles so richtig sei. Doch das geht ja gar nicht!  Ich hab mich der Veränderung nicht hingeben wollen und mich nicht einfügen wollen, ich wollte nicht Mittel zum Zweck werden, mir sind zwischenmenschliche Beziehungen noch sehr viel wert, auch wenn sie mir gar nix nützen.In dem Sinne nützen sie ja meinem Herz, welches sich freut,diesen Augenblick mit diesem Menschen zu erleben.Und darum gehts, um die Verarbeitung des Spalts, der Unterschiedlichkeit und Veränderung der Grundprinzipien. Das ist traurig zuzusehen,aber nichts ändern zu können.

16.1.15 20:10

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