...mal zum Kopf frei machen...

..schnell mal ein Eintrag. Der Druck ist so gross. Wo schieb ich den bloss hin! Drei Jobs, überall Erwartungen, Zusagen und Termine....

Da möcht ich mich am liebsten  aufs Sofa legen und gar nix machen, wenn alles so überhand nimmt und sich überschneidet. Die vieln 1000 Kleinigkeiten. Und ich bin aber auch nicht in der Lage eins von den vielen Sachen mal gehn zu lassen und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren!

Sich vorzustellen man schaut den Film, ist doch schwerer als ich gedacht habe, Ich bin mittendrin.Und um die Leistung zu halten, futter ich lauter so Zeugs...heisse Milch, Marzipan, Brot mit Butter, dann wieder ein Ei...kaum Nährstoffe.Zeugs für die Seele halt, was mir gut tut, red ich mir ein! Denn es tut ja nur für den Moment gut und hilft einen über das momentane Tief. Diese Erkenntnis nützt mir nix. Ich kann es nicht abstellen. Das Wissen umsetzen und anwenden in die Praxis ist hier das Problem. Und ich bin nicht stark genug dafür, weil ich schwach bin Und verletzt.

Zuwendung bekomme ich von der Seite(mein Mann), von oben(meinen Kindern)...doch die sind Teenies....und die von unten gibts nicht mehr. Das fehlt mir sehr.Von der Seite gibts noch meinen Bruder, meine Schwägerin und meine Nichte und da geh ich doch heute gleich mal hin.

Und es gibt noch Freunde. Verschiedene Ebenenfreunde, eine guckt schon in mich rein. Doch kommt es mir nicht ehrlich vor, sie anzurufen ,wenns mir schlecht geht, Danach ists besser, dann kann man darüber redn. Aber währenddessen, weiss ich gar nix. Da will ich auch mich nicht freuen und nicht reden, was um mich rum passiert ist und noch wird.Die Andere hat ein Riesenrad zum Drehen, die kann mal einen Blick wagen. Wenn es der Richtige wär, ists gut. Doch meistens hat sie keine Zeit und wir schreiben uns kurz. Sie hat jetzt die Zeit mit den Kindern bis 10. Da machts Spass!Da gibts jeden Tag was Neues und die Welt versinkt im Chaos! Leben! Ich lass mich darauf ein und freu mich mit!

Kinder sind was Tolles!

Und da gibts noch eins,zwei mehr.Die kämpfen jeden Tag, ihr Pensum zu schaffen und der Eine hats schwerer wie der Andere. Einer hat Verpflichtungen in der Arbeit und würscht jeden Tag konsequent, aber mit viel Liebe. Der Andere trägt sein Päckchen stolz, aber es ist oft so schwer. Und so gibt sie sich dem Leben hin und schickt sich rein. Ein bisschen mehr Biss.... aber den braucht sie ja schon so jeden Tag und so verschwimmen die weiteren Ziele und das Hier und Jetzt dominiert. 

Jeder hat seine Problemelchen. Aber darum geht es nicht. Es geht darum, wie sie jeder verarbeitet und was jeder daraus macht und ob er damit klar kommt. Ich habe immer die Balance gehalten und war immer klar im Reinen. Es gab sicher Kompromisse, aber keine Faulen. Und jetzt denke ich manchmal ,ich ertrinke und nur der Blick auf die Insel da vorne mit den Palmen und dem blauen Himmel, lässt mich hochschauen. Mir fehlt eine klare Orientierung nach vorn. Was ist, wenn die Insel gleich wieder im Meer versinkt oder sie hat sich verändert in einen Vulkan und Unsicherheiten treten auf. Hm... ja was ist da. Hm da muss es ja auch weitergehen.Doch der Schub von hinten nach vorn kommt durch klare Ziele und deren Weg. Auch wenn zwischendurch Veränderungen kommen,sie werden angepasst und das Ziel steht. Doch im Moment gibt es zwar ein Ziel,ein Ziel was ich auch unbedingt möchte.Dazwischen ist nur eine dicke Wolke oder viele Wolken sind da.Und ich seh nix.Obendrüber kann ich schaun, doch ich muss die Entscheidung treffen ,durch zu gehen, mit allen Konsequenzen.Doch mir fehlt der Gripp,der Glaube, dass alles so wird wie ich es steuere, einrühre oder möchte. Ja das ist es. Ich begebe mich in andere Hände und lass die Anderen lenken und ich schwimme mit, funktioniere mit. Doch das will ich ja gar nicht.  

Nein, eigentlich will ich das gar nicht, doch das Wort eigentlich gilt es zu besiegen.

4 Kommentare 6.2.15 12:58, kommentieren

Werbung


Es ist noch da.Hat mich wieder eingeholt.

Ich habs ein paar Tage verdrängen können. Ich hab mich in den Hausputz gestürzt und dabei alles vergessen. Radikal bin ich vorgegangen und habe viel weg. Doch die obligatorischen Haufen zum Verschenken oder Weggeben gibt es immer noch. Und zweie haben sich heute auch darüber gefreut,über die verschenkten Sachen.

Trotzdem, wenn man alle Dinge auf das Eine reduziert was in einem bohrt, dann kann der Tag schön sein wie er will und man kann sich ablenken. Doch, es holt dich wieder ein. Spätestens dann, wenn einer von den Zweien wieder auftaucht. Mein Vater stand vorhin in der Tür. Stand ist gut. Denn mit fast 70Jahren arbeitet er unermüdlich auf dem Bau als selbstständiger Trockenbauer. Er war fix und fertig. Man merkte richtig wie er Kraft sammelte um mehr zu reden wie er eigentlich brauchte. Er wollte sich  was borgen und fragte damach, eine Schlagschere. Ich gab sie ihm und fragte nicht danach, wofür sie ist.Ich weiss es auch so. Für ihren Nebenjob.Der ja soooo lukrativ ist. Und verhindert, dass er einen selbstständigen Schritt ohne sie macht!Ohne sie, meine Mutter. Und die lässt ihn arbeiten. Ohne Ende. Weil er hat ja was gut zu machen. Er hat sie mal betrogen! Und das muss er bis zum Lebensende verbüßen! Das heisst, sie kann nicht verzeihen. So ist es passiert, dass eine starke Frau umgefallen ist.Und als sie wieder aufgestanden ist, hat sie begonnen sich fest zu machen um nicht daran kaputt zu gehen. Weil sie hat ihn behalten Ist jetzt zu kompliziert, das zu erklähren, es gab da mehrere Gründe warum.Doch sie wollte sich vor ihm keine Blöse geben. Wollte immer die Bestimmerin spielen und ihnspüren lassen, was er ihr angetan hat. Und er hat sichs auch noch einreden lassen! Es ist wirklich wie in einem schlechten Film. So klar. Für mich.

Und jetzt hat sie sich so verändert, dass sie nichts mehr geben möchte,über die Menschen drüber geht, immer nur von sich erzählt, gar nicht bemerkt, wie mirs und auch Anderen geht. Ganz andere Interessen hat, nur noch vom Geld redet und was man alles machen muss um zu welchem zu kommen.Früher hat sie wenigstens dafür noch ein Herz gehabt und ist über gewisse Grenzen nicht gegangen, hat Achtung gehabt und wusste immer wie man gut und nicht anstössig durchs Leben kommt. Wie gesagt, Säulen.

Doch wenn ich dann ihn wieder sehe, der Mann welcher mein Vater ist, dem ich mal so nah war, der jetzt petzen geht, wenn ich zu ihm sage, was ich nicht in Ordnung finde, der Mann der, seit er 15 ist ,schwer arbeitet, sein ganzes Leben und jetzt immer noch, der schon immer nix entschieden hat und einen Fehler in seinem Leben gemacht hat(wenn es überhaupt einer war ), der jetzt Vollzeit schwer arbeitet, den Haushalt schmeisst( denn es muss ja Abendbrot fertig sein,wenn sie kommt und Ordnung!),der seine Buchhaltung jetzt noch nebenbei selber aufarbeitet nach der Arbeit,der noch einkaufen geht, zwei Ersatzhüftgelenke hat, einen Nervenschaden im Rücken und der auch abends dann vorm Fernseher nicht einschlafen darf! Wo gibts denn sowas! Er steht aber eher auf, arbeitet härter, verkraftet das vielleicht auch schlechter und macht noch 1000Dinge zu Hause ausser seine Buchhaltung und Rechnungen. Und dann muss er noch ihren Nebenjob mitmachen.Wie gesagt, dass er immer unter Beobachtung steht und netmal schlafen kann. Ausruhn?Ne, bei uns klingelt früh der Wecker, auch sonntags....sinnlos....

Doch es tut weh, ihn so zu sehn. Man sagt, dass er ja selbst entscheiden kann, er alt genug ist um zu wissen was er will. Doch wie kommt man denn da raus, eigentlich nicht. Und so hat er sich dem hingegeben und ich weiss nicht, wo das noch hinführn soll. Ich hoffe, dass er diese Leistung noch so lange aushält und sein Körper vor allen Dingen, wie es sein muss. Doch ein Unglück wäre es, wenn er einfach mal umfällt. Für ihn sicher nicht, er wäre dann erlöst. Doch für die Mutter Oberin, die würde das gar nicht kapieren , dass sie nur genutzt hat.Mit mir wollte sie das auch machen.Mich für ihre Zwecke nutzen und mir einreden, dass alles so richtig sei. Doch das geht ja gar nicht!  Ich hab mich der Veränderung nicht hingeben wollen und mich nicht einfügen wollen, ich wollte nicht Mittel zum Zweck werden, mir sind zwischenmenschliche Beziehungen noch sehr viel wert, auch wenn sie mir gar nix nützen.In dem Sinne nützen sie ja meinem Herz, welches sich freut,diesen Augenblick mit diesem Menschen zu erleben.Und darum gehts, um die Verarbeitung des Spalts, der Unterschiedlichkeit und Veränderung der Grundprinzipien. Das ist traurig zuzusehen,aber nichts ändern zu können.

1 Kommentar 16.1.15 20:10, kommentieren